Schwingende Schwerter und harte Kerle für Ihre Hochzeit!

Ein Vorbericht zur Hochezeitsmesse in Innsbruck, die vom 14. bis 15. Jänner 2017 stattfindet. Unser Herold Albrecht von Regenstauff wurde von den Veranstaltern zum Interview geladen: Der Absamer Verein „Die Dresch-Flegel“ zählt zu den führenden Schaukampftruppen im deutschsprachigen Raum und kämpft unter anderem auf Hochzeitsfeiern um die Gunst des Brautpaares. Der „Ausrufer des Königs“ Markus Windisch erzählt, wie er Ritter wurde, was ihn daran so fasziniert und wie man mit markanten Sprüchen und aktionsreichen Choreographien Festgemeinden hollywoodreif unterhalten kann.

Ritter. Mutige, schwer gerüstete Krieger, die im Hochmittelalter mit Schwertern und Lanzen die Armen und Schwachen beschützten und sich Angreifern stellten. Durch Veränderungen im Heereswesen mit neueren Waffen und wendigeren Fußtruppen Anfang des 14. Jahrhunderts blieb von den Panzerreitern bis heute allerdings nur mehr ihr Adelstitel übrig. Ritter im ursprünglichen Sinn gibt es keine mehr.

Als Herold durch ganz Europa

Wer glaubt, dass es keine kämpfenden Ritter mehr gibt, der irrt! Ein von unbeugsamen Tirolern geschaffener Verein in Absam hört nicht damit auf, das mittelalterliche Rittertum auf Festen und Hochzeitsfeiern hochzuhalten. Mit schwerem Gerüst, Schürzen und lockeren Sprüchen auf den Lippen trifft sich die bis zu zwanzigköpfige Truppe alias „Die Dresch-Flegel“ seit fünfzehn Jahren zweimal in der Woche zum Training für den Schaukampf in ihrem Vereinsheim. Als eine der wenigen Ritter-Gruppen im deutschsprachigen Raum habe man sich nicht auf das reine Lagerleben konzentriert – also, um auf Mittelalterfesten wie zur damaligen Zeit zu leben – sondern auf Kampf-Choreographien. „Damit begeistern wir die Menschen in ganz Mitteleuropa“, erklärt „Herold“ Markus Windisch. Mit „Herold“ ist übrigens kein Telefonbuchanbieter gemeint, sondern der mittelalterliche „Ausrufer“ des Königs. „Fixe Rollen haben wir zwar keine im Verein“, erklärt Windisch, „allerdings hat jedes Mitglied seinen Paradecharakter. Und natürlich sind wir nicht nur ein reiner „Männerverein“, wir haben auch einige weibliche Kämpferinnen in unseren Reihen.“

Ritterzeit im 21. Jahrhundert: Schaukampf zur Vermählung

Doch warum fasziniert das Rittertum gerade auf Hochzeitsfeiern? „Weil wir mit unseren Auftritten die Hochzeitsgemeinde auf eine Reise durch das Mittelalter mitnehmen und um die Gunst des Hochzeitspaares kämpfen“, erklärt Windisch sinnbildlich. Für die Zuseher seien die Schaukämpfe eine Möglichkeit, Kämpfe, die sie sonst nur aus Filmen kennen, live zu erleben. Das Brautpaar nehme dabei meist die Rollen der Königin und des Königs ein und werde speziell hofiert, sagt Windisch. Die Platzanforderung der schwerterschwingenden Kämpfer richte sich nach der Art der Vorführung: „Sie reicht vom großen Auftritt mehrerer Ritter in einem Ballsaal bis hin zur genügsameren Adels-Begleitung am Standesamt.“ Im Anschluss an die Shows würden die Dreschl-Flegel den Zusehern dann die Rüstungen und Waffen hautnah erklären, berichtet der Kämpfer. Da gebe es oft großes Staunen, schmunzelt Windisch: „Im Fernsehen sehen Schwerter eben leichter aus.“ Bis zu 25 Kilogramm würden die gerüsteten Schaukämpfer mit sich herumtragen.

Vom Schlossführer zum professionellen Schaukämpfer

Warum sich der 29-Jährige Schwazer selbst für das Ritterleben so dermaßen begeistert, hat er schnell erklärt: „Aufgrund meiner Sprechkünste als Schlossführer im Schloss Tratzberg wurden die Dresch-Flegel auf mich aufmerksam und nahmen mich als Herold auf Mittelalterfeste mit“, erinnert sich Windisch. Vom Flair des Rittertums gepackt und nie wieder losgelassen ist der eigentliche IT-Administrator nun seit über einem Jahrzehnt fester Bestandteil der Truppe. Bei seinen Auftritten, egal ob als Herold oder Kämpfer, sei vor allem die Authentizität entscheidend: „Wir legen sehr viel Wert auf die Qualität unserer Vorführungen.“ Gekämpft werde deshalb nur mit richtigen Schwertern, Dolchen, Äxten, Sensen oder Stäben. Gerade dann, wenn die Zuschauer, wie bei Hochzeitsfeiern, die Kämpfe hautnah miterleben könnten, müsse die Darbietung mitreißend sein, sagt der Ritter. Die Choreographien beinhalten daher exakt getimte Bewegungen von asiatischen Kampfkünsten. „Bevor man als neues Mitglied allerdings ein Schwert in die Hand gedrückt bekommt und sich zu bewegen lernt, fängt man mit einfachen Fallübungen an“, erzählt Windisch. Für die Ausrüstung müsse man zudem einige Mittelaltermärkte oder Schmieden besuchen, bevor man alle Utensilien beisammen habe: „Es ist eine gewisse Prozedur, bis man alle Teile der Rüstung findet, die einem passen.“ Die Kosten würden dabei oftmals bis in den vierstelligen Bereich reichen. Einen ersten Vorgeschmack auf das, was Heiratswillige und Festgemeinden von den Absamer Rittern im Jahr 2017 erwarten können, gibt es vom 14. bis 15. Jänner auf der Hochzeitsmesse „Hochzeiten & Feste“ zu erleben.

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